Wenn Königinnen und Könige Hof halten

Wenn Königinnen und Könige Hof halten

Vernissage der Ausstellung «Königlich! – Würde unantastbar.» vom 22. Februar 2026


Ja, dann kommen die Menschen in Scharen. Die Verantwortlichen des 500-Jahrjubiläums Badener Disputation hatten zur Vernissage ins Thik in Baden eingeladen und durften sich über ein prall gefülltes Foyer freuen. Ganz im Zentrum die 15 Königinnen und Könige, die bis Mitte März an verschiedenen prominenten Standorten im Rahmen der Ausstellung «Königlich! – Würde unantastbar.» in Baden zu sehen waren.

Claudio Tomassini liess die Anwesenden an seiner tiefschürfenden Erfahrung teilhaben, wie er die illustren Gäste in schweigendem Zwiegespräch spätabends von Luzern nach Baden gebracht habe. Die Aargauer Ständerätin Marianne Binder betonte in ihrem Grusswort die Kraft des Wortes: Es sei die stärkste Waffe der Demokratie, weil gute Argumente selbst Gegner überzeugen könnten. Auch wenn nicht jeder Dialog angenehm sei, lohne er sich, um Lösungen zu finden. Den Worten der Theologin Jacqueline Keune lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer andächtig: Sie hat den Königinnen und Königen mit ihren starken Texten eine Stimme verliehen.

Und bevor es zum Apéro ging, bekamen die Besuchenden von Priorin Irene Gassmann ein treffendes Schlusswort mit auf den Weg. Als Benediktinerin wisse sie, wie bereichernd die Aufnahme von Gästen sei − weil Gäste häufig auf etwas aufmerksam machen würden, was wir selbst gar nicht mehr sähen. In der Benediktsregel im Kapitel über die Gastfreundschaft sei zu lesen: «Wenn Gäste bescheiden und mit Anstand eine Kritik anbringen, sollen die Verantwortlichen gut überlegen, ob Gott sie nicht gerade deswegen geschickt hat.»

Bilder: Elvira Rumo