In der Pfingstnovene – also den 9 Tagen vor Pfingsten – steht das Gebet um den heiligen Geist im Zentrum. Der Heilige Geist durchwirbelt den Alltag, so dass dies immer eine Reflexion ist, wie wir uns für Neues bereitmachen und wo wir bewusst Altes loslassen. Natürlich kann man auch im Wirken des heiligen Geistes das Festhalten am Alten sehen, doch meistens lässt sich das Wesentliche nicht einfach bewahren oder festhalten, sondern es will geistreich gestaltet werden. In der immer intensiveren Zusammenarbeit unserer Pfarreien sind wir ebenfalls gefordert, Neuland zu betreten und das, was uns wertvolle Impulse gibt, dort zu nehmen, wo es angeboten wird, auch wenn es nicht vor der eigenen Haustüre ist. Manchmal ist das «sich auf den Weg machen» um etwas zu hören oder zu erfahren ein Teil der ganzheitlichen Erfahrung, sich mit dem heiligen Geist auf den Weg zu machen. Beten wir also nicht nur um den Heiligen Geist sondern machen uns bewusst, wo uns (allein oder gemeinsam) ein Aufbruch heute neues Leben verheisst.
Markus Heil