Ministranten

Ein Ministrant ist ein ‚Mess-Diener‘. Das lateinische Wort ‚ministrare‘ heisst dienen, bedienen. Damit hängen auch noble Begriffe wie Minister oder Ministerium zusammen. In einem öffentlichen Amt dient jemand in einem bestimmten Bereich der Allgemeinheit. So dienen die Ministranten im Bereich des Gottesdienstes Gott. Sie bringen zum Beispiel die Gaben von Brot und Wein, damit diese vor Gott getragen werden können. Zugleich dienen sie Gott durch ihre Haltung. Ihre äussere Haltung – Verneigung, Kniebeugung, knien, Hände falten, den Blick auf das Wesentliche gerichtet – hilft ihnen selber und dadurch der versammelten Gottesdienstgemeinschaft, das heilige Geheimnis, das im Gottesdienst allgemein und vor allem am Altar geschieht, innerlich mitzuvollziehen.

Heute wird das Wort Ministrant oft gekürzt. Dann bleibt nur noch das Wort ‚Minis‘. Das verändert ihren Sinn: ‚die Kleinen’… Wenn sich die Ministranten in ihrem vollen Sinngehalt annehmen, dann profitieren sie am meisten von ihrem Dienst. Sie werden verinnerlichter und wachsen in ein immer grösser werdendes Dienen dem Leben gegenüber hinein. So wachsen sie über sich selbst hinaus. Der inneren Haltung nach sind alle Gottesdienstteilnehmer Ministranten.

Buben und Mädchen, die sich für den Ministrantendienst interessieren, wenden sich dazu erst mal am besten an ihre Katechet/-innen im Religionsunterricht.