Christi Himmelfahrt: Jesus ist gegangen und bleibt doch mitten unter uns gegenwärtig. Das scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Einerseits geht es um die Gegenwart Gottes unter uns Menschen, andererseits zeigt uns Gott das Ziel unseres Lebens.
Jesus ist gegangen. Das bedeutet aber nicht, dass er uns Menschen auf Erden im Stich lässt oder sich nicht mehr um unsere Anliegen kümmert. Wenn wir zu ihm beten und auf ihn schauen, dürfen wir darauf vertrauen: Gott ist uns nahe. In Jesus Christus hat Gott uns eine klare Botschaft geschenkt: Wir dürfen auf ihn zählen.
Mit ihm sind wir stark. Mit ihm können wir an einer neuen Welt mitbauen – an einer Welt, in der nicht Kriege und Konflikte zwischen Kulturen, Sprachen und Nationen den Alltag bestimmen. Gott hilft uns, eine bessere und menschenwürdigere Welt zu gestalten.
Zugleich erinnert uns Gott immer wieder daran: Das endgültige Ziel unseres Lebens ist nicht diese vergängliche Welt. Mit Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist, haben wir ein neues Ziel vor Augen.
Wir Menschen setzen uns immer wieder Ziele. Besonders junge Menschen möchten im Leben vieles erreichen. Eine Spielerin, ein Spieler oder eine Mannschaft will gewinnen – ein Spiel, ein Turnier oder vielleicht sogar die Meisterschaft.
Christi Himmelfahrt sagt uns Christen aber noch mehr: Auch wir dürfen auf ein besonderes Ziel hoffen. Eines Tages werden auch wir – wie Jesus – zur ewigen Freude des Himmels erhoben werden. Jesus ist uns vorausgegangen.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind wir eingeladen, die Liebe zu Gott durch Gebet und gute Werke zu pflegen, damit die Hoffnung auf den Himmel immer tiefer in unseren Herzen verankert wird.
Ihnen allen wünsche ich ein schönes Fest
Abbé Zacharie