«Neustart» im Religionsunterricht

Nach acht Wochen Zwangsunterbruch sind die Schulen wieder offen. Ein neuer Schulalltag beginnt. Es müssen Schutzmassnahmen eingehalten werden. Ich muss mein Schulzimmer umstellen und Markierungen anbringen. Wie wird die erste Begegnung mit den Schülern sein?

Die Schulglocke läutet, die Kinder kommen ins Zimmer. Wir begrüssen uns mit Abstand und die Kinder waschen sich alle zuerst die Hände, ohne dass ich sie dazu auffordern muss, – das sitzt schon. Sie setzen sich an ihre Bänke, ich setze mich an mein Pult.

«Abstand!»

Frontalunterricht, etwas anderes ist in meinem kleinen Zimmer nicht möglich. Dies ist für die Kinder und mich ungewohnt. Wir können nicht mehr im Kreis zusammensitzen, wie eine grosse Familie.

Die Kinder erzählen mir von ihren Erfahrungen und Erlebnissen der letzten acht Wochen zu Hause. «Am Anfang war es schön, zu Hause zu bleiben, aber mit der Zeit wurde es langweilig, ohne Freunde und Schulkameraden.» «Ich habe auch meine Lehrerin vermisst!» «Gott sei Dank war das Wetter so schön, da konnten wir mit der Familie nach draussen gehen.» «Ich habe neue Backrezepte ausprobiert.» «Wir sind für unsere Grosseltern einkaufen gegangen.» «Meine Eltern als Lehrer, das geht gar nicht!» «Ich habe in der freien Zeit etwas Neues gelernt!»

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