Berghilfeprojekt 2020

Erstmals möchten wir eine Bergbauernfamilie im Berner Oberland unterstützen. Sie war in der Vergangenheit von einem schweren Schicksal betroffen. Die erste Frau des Bergbauern erkrankte psychisch, so dass sich das Paar trennte. Die zweite Frau, mit der er zwei weitere Kinder hatte, starb 2014 nach einer Krebserkrankung. Die drei Kinder wurden in der Folge fremdplatziert.

Vor einigen Jahren kam eine junge ausgebildete Agronomin auf den Hof, die selbstlos in Haushalt und Landwirtschaft hilft, ordnet und organisiert. Sie entschied sich für diese Familie und dank ihr durften die Kinder wieder ins Elternhaus ziehen. Im Januar 2018 bekam die Familie Zuwachs durch eine weiteres Kind.

Die Wohnverhältnisse aber sind enorm begrenzt und das Haus sowie die Einrichtungen in einem schlechten Zustand. Die Waschmaschine beispielsweise hat den Jahrgang 1960, die Küche ist sehr klein, alt und unpraktisch. Auf der Laube ausserhalb der Wohnung wurde ein Schlafzimmer gebaut, da es innerhalb keinen Platz mehr gibt. Und immer noch lebt das älteste Kind in einem unausgebauten Estrich. Die Familie ist sehr bescheiden. Anpassungen im Betrieb werden mit viel Eigenleistung und Occasionsteilen realisiert.

Diese Wohnverhältnisse sind für eine 6-köpfige Familie unzumutbar. In naher Zukunft wird sie ihr Wohnhaus um- oder neu bauen müssen. Auch die finanzielle Situation ist alles andere als berauschend. Zwar kommt die Familie mit der Produktion von Verkehrsmilch mit Aufzucht knapp über die Runden. Aber ausser der Arbeit bleibt nicht viel Zeit für ruhige Stunden und an Ferien ist gar nicht zu denken. Daher wird uns diese Familie von der kantonalen landwirtschaftlichen Beratungsstelle Berner Oberland zur Unterstützung wärmstens empfohlen.

Die beiden Pfarreien St. Anton und St. Sebastian haben sich daher für eine Spende in der Höhe von Fr. 12’000.- entschlossen. Diverse Gottesdienstkollekten sind für das Projekt vorgesehen. Ganz herzlichen Dank für jeden Beitrag.

Armin Zimmermann