125 Jahre Kirche St.Sebastian

Im Jahr 2020 feiert nicht nur Wettingen ein grosses Jubiläum sondern auch die Kirche St. Sebastian. Sie wird 125 Jahre alt.

Am 29. April 1894 fand die feierliche Grundsteinlegung statt, und am 29. Oktober 1895 wurde diese neue Kirche in der Kirchzelg geweiht.

Unser Jubiläumsjahr haben wir zusammen mit dem Kirchenjahr gestartet. Seit dem 1. Adventssonntag wird die Rosette über dem Hauptportal vom Einbruch der Dunkelheit bis ungefähr 23.00 Uhr beleuchtet. Dieses abendliche Licht soll auf unser Jubiläum hinweisen und zeigen, dass unsere Kirche etwas Besonderes ist. Machen Sie doch ab und zu einen Spaziergang zur Kirche und freuen Sie sich an diesem neuromanischen Bau.

Pfarreirat St. Sebastian

 

Aktuell

Auf dieser Seite werden wir Sie laufend über die aktuellen und vergangenen Anlässe und Festivitäten orientieren.

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Herzliche Einladung zum Pfarreispaziergang und zu unserem kleinen Pfarreifest am Sonntag, 23. August 2020

 Details


 Voranzeige: Pfarreispaziergang - kleines Pfarreifest

 

«Grün»
Die liturgische Farbe Grün wird uns bis Allerheiligen begleiten.Grün ist die Farbe des Wachsens, der Hoffnung und des Lebens. Sie steht auch für die lebendige Natur, die Schöpfung und die Dankbarkeit für alles, was uns von Gott geschenkt wurde und wird. Die Farbe Grün begleitet uns durch den Jahreskreis, wenn keine besonderen Feste anstehen. Die Hoffnung und die Dankbarkeit soll uns durch den Alltag begleiten.
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(Artikel im Horizonte/Pfarrblatt Nr. 18 –  19. Juli 2020)

Liebe Pfarreiangehörige

Nicht nur in den weltlichen Medien, sondern auch im Horizonte schleicht sich mit den beginnenden Sommerferien das obligate Sommerloch ein. So will ich diese Gelegenheit nutzen und ein wenig Rückblick und Ausblick wagen – verbunden mit einigen Gedanken zur aktuellen kirchlichen Lage.

Schon lange vor Corona hatte der Pfarreirat beschlossen das diesjährige 125-jährige Jubiläum der Pfarrkirche nicht als grosses Fest zu feiern, sondern verteilt übers Kirchenjahr. Einige schöne Anlässe und Aktionen haben schon stattgefunden, weitere werden folgen.

125 Jahre – Wenn ich St. Sebastian so anschaue, fällt mir oft das Lied «Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land. Aus ew’gem Stein erbauet, von Gottes Meisterhand.» ein. In meiner Heimatpfarrei wurde dieses Lied in meiner Kindheit bei sämtlichen Hochfesten geschmettert und war meist ein Gänsehaut-Moment, wenn der Organist in die Tasten haute. Sehr spannend zu bedenken, in welcher Zeit dieses Bekenntnis-Lied entstanden ist. Im späten 19. Jahrhundert fand die katholische Kirche in Deutschland durch den Kulturkampf zu neuer Identität und strotzte mit solchen Liedern nahezu vor Selbstbewusstsein oder wollte dieses zumindest aufbauen.

Ja, das katholische Selbstbewusstsein. Ist es noch da? Ist es gut, dass es weg ist? Auf viele Fragen gibt es viele Antworten. Woran ich im Kontext von katholischer Identität und alten Kirchenlieder denken muss, ist vor allem Gejammer. Das Jammern ist besonders laut, wenn eine neue Statistik der Kirchenaustritte erscheint. Alle Jahre wieder geht ein tiefes Luftanhalten und Geraune durch die Menge der Christenheit. Nicht jedes Jahr, aber in steter Regelmässigkeit, so auch dieses Jahr, wird von einem historischen Höchststand gesprochen. Und auch wir kennen dieses Jammern und Bibbern: So viele Leute treten aus, wir haben keine Priester mehr, Gottesdienste entfallen, es kommen nur so wenig Leute… usw. Obwohl unsere Kirchenlieder uns oft etwas anderes suggerieren, so ist es bei weitem keine neue Erkenntnis, doch man kann es wohl nicht oft genug feststellen: Die Zeiten der Volkskirche sind vorbei. Aber keine Sorge: Jeglicher Aufruhr um die Zahlen ist in kurzer Zeit wieder vergessen und es wird weiter gemacht. Warum auch nicht? Das Leben ist von so vielen Abschieden geprägt und die Zeit des Abschieds von einer Kirche, die wir kannten, ist lange gekommen. In mancherlei Hinsicht ist sie nun ein Gegenpol zur Welt und muss sich so auch von dem Gedanken verabschieden, eine Volkskirche zu sein. Wir werden nicht mehr, wir werden nicht ad hoc glaubwürdiger und die «guten alten Zeiten» kommen nicht zurück. Etwas sehr Wesentliches bleibt uns jedoch: unser Glaube. Die Kirche des Anfangs überzeugte mit einer neu- und einzigartigen Botschaft: mit der FROHEN Botschaft! Ich wünsche mir für unsere Kirche mehr Freude und weniger Gejammer. Die, die wir (noch) da sind, haben es in der Hand das Miteinander zu gestalten. Wir sind frei zu entscheiden, ob wir unsere Energie ins Jammern stecken wollen oder in das, was ist und werden kann. Ja, Gott ist mit uns. Das verspricht er uns immer wieder neu. Aber er hat uns nicht versprochen unsere Strukturen und Mitgliederzahlen bis in alle Ewigkeiten zu erhalten. Unser Auftrag hingegen bleibt zu allen Zeiten gleich, egal wie viele wir sind: Macht meinen Namen in der Welt bekannt.

So freue ich mich weiterhin, in diesem Sommer, im restlichen Jubiläumsjahr und darüber hinaus mit Ihnen unterwegs auf der Suche nach dem zu sein, was Freude bereitet und den Glauben leben lässt.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Sommer!

Christina Wunderlin


 

 

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Rückblick

«O heller Stern»

Im Jubiläumsjahr wurden unsere Christbäume in der Kirche besonders festlich geschmückt. Am Samstag, 7. Dezember 19 haben Freiwillige aus der Pfarrei mit grossem Engagement Sterne gefaltet.  mehr Fotos

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Rosette

Haben Sie schon bemerkt, dass seit dem ersten Adventssonntag 2019 die Rosette über dem Hauptportal beleuchtet ist? Während unseres Jubiläumsjahres wird die Rosette vom Einbruch der Dunkelheit bis ungefähr 23.00 Uhr beleuchtet. Dieses abendliche Licht soll zeigen, dass unsere Kirche etwas Besonderes ist. Machen Sie doch ab und zu einen Spaziergang zur Kirche und freuen Sie sich an diesem neuromanischen Bau.

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Patrozinium zum 125 Jahr-Jubiläum der Kirche St.Sebastian am 19.01.2020

Wer am Sonntagmorgen die Kirche St. Sebastian betreten hat, hat sofort gemerkt, dass hier ein besonderer Anlass stattfinden wird. Über dem Altar hing unübersehbar die grosse Jubiläumsfahne. …mehr


Patrozinium zum 125 Jahr-Jubiläum der Kirche St. Sebastian am 19.01.2020 5

Pflanzaktion vom 7. März 2020

Die Rabatten vor der Kirche sind neu bepflanzt. Benedikt Egloff (egloff gartenbau) hat zusammen mit Freiwilligen und dem Hauswart-Duo die Rabatten mit Stechpalmenbäumchen, Schlehdorn und Kriecheiben neu bepflanzt. Durch diese neue Gestaltung wirkt der Kirchplatz viel einladender. Herzlichen Dank allen für den grossen Einsatz.

Vielleicht mag der eine oder andere gerne etwas länger nach dem Gottesdienst auf dem Platz verweilen und ins Gespräch kommen mit anderen Gottesdienstbesuchern. Auf diesen Moment freuen wir uns.  Zur Bildergalerie

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