Vielfältige Jugendarbeit in unseren Pfarreien
Seit jeher liegt ein Schwerpunkt darin, ein attraktives und nachhaltiges Angebot für die Kinder und Jugendlichen in Baden und Ennetbaden zu schaffen. Das «zäme underwägs» ist unser katholisches Oberstufenprogramm. Wir begleiten die jungen Menschen auf ihrem Lebensweg und unterstützen sie in der Zeit des Wandels vom Kind zur erwachsenen Person. Die Fragen nach dem Glauben in der heutigen Gesellschaft, nach der eigenen Identität, das Entwickeln von Wertvorstellungen und der Aufbau von Gemeinschaft liegen im Zentrum. Wir bieten stufengerecht interessante, spannende und aktuelle Kurse sowie Exkursionen für die Jugendlichen an. Auch erleben die Jugendlichen mit Einsätzen wie am Veloday oder der Mithilfe beim gemeinschaftlichen Abendessen «zäme ässe» selbst, wie wichtig solidarisches Handeln und soziales Engagement für unsere Gesellschaft ist.
Die Konfession spielt oft keine Rolle
Einige Angebote sind auf den katholischen Glauben ausgerichtet, so zum Beispiel die Ministrantenarbeit. Aber viele funktionieren konfessionsunabhängig. So beteiligen wir uns in Zusammenarbeit mit der Reformierten Kirche Badenplus sowie der Stadt Baden massgebend am offenen Jugendtreff. Unsere qualifizierten kirchlichen JugendarbeiterInnen sind wichtige Ansprechpartner für die Jugendlichen.
Seit Jahren unterstützen wir auch kirchennahe Jugendorganisationen, das heisst die Jungwacht- und Blauringscharen in Baden sowie in Rütihof äusserst grosszügig. Der Jungwacht Baden steht ein komfortables Pfarreiheim auf der Allmend, dem Blauring eine grosse Liegenschaft direkt neben der Stadtkirche Baden kostenlos zur Verfügung. Dabei übernimmt die Kirchgemeinde Baden-Ennetbaden auch sämtliche Neben- und Unterhaltskosten für beide Immobilien. Für die beliebten Theateraufführungen stellt die Kirchgemeinde passende Räumlichkeiten zur Verfügung. Alle drei Gruppierungen erhalten einen Jahresbeitrag; auch Ausbildungskosten für Kurse der Jubla-LeiterInnen (z.B. Rettungsschwimmer) werden von der Kirchgemeinde finanziert. Zudem wurden in der Vergangenheit Spezialgesuche der Scharen stets bewilligt, so wurden jeweils namhafte Beiträge für die Projekte der Jubla an den Badenfahrten gesprochen.
Für das Jahr 2025 wurden für die Beiträge an Lager der Jugendorganisationen Fr. 12’500.– budgetiert – auf dem Papier eine Halbierung der Beiträge. In der Realität sieht die Sache ein wenig anders aus: In der Rechnung 2022 beliefen sich die effektiv beanspruchten Aufwendungen für diese Position auf Fr. 11’506.90, in der Rechnung 2023 auf Fr. 16’175.50 (nachzulesen in unseren Broschüren zur Kirchgemeindeversammlung hier).
In unserer Region gibt es einige gut situierte Familien, die sich den Lagerbeitrag für ihr Kind problemlos leisten können. Die Kirchgemeinde möchte hier an anderer Stelle ansetzen: Sie bietet gezielte finanzielle Unterstützung, wenn eine Familie Mühe hat, die Lagerkosten für ihr Kind zu bezahlen.
Weniger finanzielle Mittel, gleiche Leistung?
Die Kirchenpflege ist verantwortlich dafür, die finanziellen Mittel sinnvoll und zielführend einzusetzen. Die Kirchenaustritte gehen auch an uns nicht spurlos vorbei. Um letztes Jahr ein ausgewogenes Budget 2025 präsentieren zu können, mussten an vielen Orten kleinere Abstriche gemacht werden; neben der Jugend auch bei der Seniorenarbeit oder der Kirchenmusik. Die Kirchenpflegepräsidentin Beatrice Eglin fasst zusammen: «Wir haben heute einfach weniger Geld zur Verfügung. Und mit weniger Geld kann man nicht dieselben Dienstleistungen erbringen wie gehabt.»
Der Fall mit der Jubla (sie werden in verschiedenen Medien noch dazu lesen) zeigt exemplarisch wunderbar auf, dass eben die katholische Kirche weit mehr ist als «nur» Gottesdienste und Seelsorge.















