Baden Maria Himmelfahrt und Ennetbaden St. Michael sind nun eine Pfarrei
Am 15. August durften wir gemeinsam den Festgottesdienst zu Maria Himmelfahrt in der Stadtkirche Baden begehen. Die Feier war nicht nur ein liturgischer Festmoment, sondern auch ein Zeichen der Verbundenheit von Baden und Ennetbaden. Der besondere Höhepunkt war die Verkündigung des Dekrets zur Neuumschreibung der Pfarrei Baden-Ennetbaden und das symbolische Anzünden der speziellen Kerze durch unseren leitenden Priester Stefan Essig und unseren Gemeindeleiter Claudio Tomassini. Mit diesem Schritt wurde sichtbar, was bereits seit Langem gelebte Realität ist: ein fruchtbares Miteinander, das von gemeinsamer Verantwortung und vielfältigem Engagement getragen wird. Für die Offenheit, das Wohlwollen und die Unterstützung aller involvierten Stellen und Pfarreiangehörigen danken wir von Herzen.
Aus zwei wurde eins: nun sind wir auch offiziell als Pfarrei Maria Himmelfahrt Baden-Ennetbaden unterwegs! Durch diesen Schritt sind wir zuversichtlich, unseren gemeinsamen Weg in Zukunft noch klarer und entlasteter weitergehen zu können – im Vertrauen darauf, dass unser Leben im Glauben auch weiterhin von gegenseitigem Respekt, guter Zusammenarbeit und Gottes Segen getragen ist.
Zum Hintergrund
Die beiden Pfarreien Baden Maria Himmelfahrt und Ennetbaden St. Michael gehören zur katholischen Kirchgemeinde Baden-Ennetbaden. Auf staatskirchenrechtlicher Seite haben sich die gemeinsam geführte Verwaltung der Finanzen, Gebäude und personellen Anstellungen sowie die Führung durch eine Kirchenpflege seit vielen Jahren bewährt.
Auf pastoraler Seite wurden die beiden Pfarreien seit Langem als Einheit geführt – von einer Pfarreileitung und einem Seelsorgeteam. Auch der Religionsunterricht, die Jugendarbeit und die Familiengottesdienste wurden von einem Katechese- und Jugendteam gemeinsam geplant und als Einheit in den Seelsorgestellen Ennetbaden, Mariawil, Dättwil, Rütihof und Baden durchgeführt. Ebenso gestaltete das Seelsorgeteam die liturgische Planung der Gottesdienste in einem Jahresliturgieplan und feierte die Gottesdienste in allen Seelsorgestellen vor Ort. Beide Pfarreien hatten seit 20217 eine gemeinsame Website, und auch im «Lichtblick» erschienen sie bereits zusammen als Seelsorgeeinheit Baden-Ennetbaden. So gab es eine gemeinsame Ministrantenschar, deren Ministrantinnen und Ministranten jeweils vor Ort sowie flexibel in verschiedenen Kirchen und Kapellen im Einsatz sind. Der Gedanke drängte sich daher auf, analog zur Kirchgemeinde auch auf pastoraler Seite die beiden Pfarreien zusammenzulegen und als neue Pfarrei Baden-Ennetbaden zu führen. An der Kirchgemeindeversammlung im November 2025 und im Pfarreiblatt wurde diesbezüglich bereits ausführlich informiert; de facto entsprach dies der bereits gelebten pastoralen Realität.
Bischof Felix Gmür hat im Frühjahr 2026 zusammen mit dem Bischofsrat und dem diözesanen Seelsorgerat der Neuumschreibung der Pfarrei Baden-Ennetbaden zugestimmt, welche nun im Festgottesdienst am 15. August noch formell vollzogen und gefeiert wurde. Damit entfällt inskünftig die administrative Doppelführung zweier Pfarreien mit erheblichem Mehraufwand, weil Pfarreigelder, Abrechnungen und Jahresabschlüsse sowie sämtliche Pfarreibücher nicht mehr zweifach geführt werden müssen. Durch das Einswerden beider Pfarreien werden die Pfarreileitung und das Seelsorgeteam entlastet – und dies ermöglicht damit mehr Zeit für die eigentliche Seelsorge. Das Seelsorgeteam wird weiterhin überall vor Ort sein. Auch in Zukunft werden die beiden Patrozinien der Stadtkirche Baden (15. August) und der Kirche St. Michael Ennetbaden (29. September) separat gefeiert.

































