Rückblick Veranstaltung des Frauenbundes Baden-Ennetbaden vom 11. März 2025
Bereits 2024 waren die Frauen zu Besuch in der Synagoge gewesen. Da der Anlass auf sehr grosses Interesse gestossen und noch lange nicht alles Wichtige zum jüdischen Leben oder zu speziellen Bräuchen gesagt worden war, lag eine Wiederholung auf der Hand. So freute sich Präsidentin Gisela Zinn, dass sie Mitte März wiederum rund zwanzig Personen zu einer Führung begrüssen konnte.
Raphael Weisz verstand es vorzüglich, seine Gäste mit seinem interessanten Vortrag in den Bann zu ziehen. So erfuhren die Frauen mehr zu den jüdischen Feiertagen. Diese haben unterschiedliche religiöse und historische Bedeutungen, aber viele von ihnen sind auch heute noch zentrale Bestandteile des jüdischen Lebens und der Identität. Die wichtigsten sind:
- Schabbat – Der wöchentliche Ruhetag von Freitagabend bis Samstagabend (beginnt bei Sonnenuntergang und endet, wenn am nächsten Tag die ersten drei Sterne am Himmel zu sehen sind)
- Jom Kippur – Der Versöhnungstag, der heiligste Tag im jüdischen Kalender, geprägt von Fasten und Gebet
- Sukkot – Das Laubhüttenfest, das an die Wüstenwanderung der Israeliten erinnert
- Chanukka – Das Lichterfest, das an das Wunder der Ölkrüge im Tempel erinnert
- Purim – Ein fröhliches Fest zur Erinnerung an die Rettung der Juden durch Esther
- Pessach – Das Fest der Befreiung aus Ägypten, das mit einer zeremoniellen Mahlzeit (Sederabend) beginnt
Auch die Zeitrechnung unterscheidet sich von unserem gregorianischen Kalender. Der jüdische Kalender ist ein Lunisolar-Kalender, der sowohl Mond- als auch Sonnenzyklen berücksichtigt. Um die Differenz zwischen dem Mondjahr (ca. 354 Tage) und dem Sonnenjahr (ca. 365 Tage) auszugleichen und sicherzustellen, dass die Feste in den vorgesehenen Jahreszeiten bleiben, wird in bestimmten Jahren ein Schaltmonat eingefügt; dann hat ein Jahr einfach 13 Monate.
Zu guter Letzt erfuhren die Frauen mehr zur Definition von «koscher»: Die jüdischen Speisegesetze («Kaschrut» genannt) legen fest, welche Lebensmittelgruppen zum Verzehr erlaubt sind. Dabei kommt es nicht nur auf die Art (z.B. bei den Tieren) an, sondern auch die Kombination von gewissen Lebensmittelgruppen oder auch spezielle Anbau- und Verarbeitungsmethoden bei Gemüse und Früchten spielen eine Rolle.
Ein herzliches Dankeschön an die beiden tollen Gastgeber. Die Zeit verging wie im Fluge, und alle durften viel neues, interessantes Wissen zum Judentum nach Hause nehmen.
Bericht/Bilder: Elvira Rumo


























